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Islamischer Religionsunterricht (IRU)

Der islamische Religionsunterricht am Max-Planck-Gymnasium orientiert sich am Lehrplan des Islamischen Religionsunterrichts des Landes NRW. Islamischer Religionsunterricht gewährleistet den Anspruch des Kindes auf religiöse Bildung. Er gründet seinen Bildungs-und Erziehungsauftrag auf die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie auf das nordrhein-westfälische Schulgesetz (Vgl. § 132a des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen: Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht.)

Der Unterricht ist bekenntnisorientiert und betont die gegenseitige Beziehung zwischen Gott, Mensch und Schöpfung. Dabei berücksichtigt er stets den Erfahrungsraum der Schülerinnen und Schüler und beginnt somit mit den Grundlagen des Islam. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der beginnenden Entwicklung einer religiösen Dialog-und Urteilsfähigkeit. Um diese Urteilsfähigkeit zu fördern, werden stets möglichst viele islamische Blickwinkel und Gelehrtenmeinungen mit in den Unterricht einbezogen. Dadurch wird eine Indoktrinierung vermieden. Die SchülerInnen lernen sich selbst und ihren Glauben zu entfalten. Zudem wird das verantwortliche Handeln und die Werteorientierung gefördert. Besonders wichtig ist im gesamten Unterricht die Entwicklung der Akzeptanz und Toleranz. Diese bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens. Sowohl im inner-islamischen Raum, als auch im Hinblick auf andere Religionen und Weltanschauungen. Das miteinander aller Menschen, das Herz und der Bereich der Moralität, stehen zu jeder Zeit im Vordergrund. Grundsätzliche Aufgabe des Islamischen Religionsunterrichts ist es, in der Begegnung mit islamischer Glaubensüberzeugung und -praxis zu einer tragfähigen Lebensorientierung beizutragen, wobei Lebenswirklichkeit und Glaubensüberzeugung immer wieder wechselseitig erschlossen und miteinander vernetzt werden.

Das bedeutet im Einzelnen:

Die SchülerInnen...

· auf dem Weg ihrer persönlichen Entwicklung in Richtung Mündigkeit als Gläubige und als aktiv gestaltende Mitglieder in Gemeinwesen und Gesellschaft zu unterstützen,

· ausgehend von der Trias aus erzieherischem Ansatz (Tarbiya), Wissensvermittlung (Ta'Iim) und Wertebildung (Ta'dib) zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben zu befähigen,

· sich mit existenziellen Fragen der Menschen und der Gesellschaft nach dem Woher und Wohin, nach Sinn und Ziel menschlichen Seins auseinanderzusetzen,

· auf der Grundlage islamischer Quellen (Koran, Sunna) zu eigenverantwortlichem Leben und Handeln zu motivieren,

· fachsprachliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler besonders im Hinblick auf die islamische Kultur und Metaphorik zu fördern,

· aktive und reflektierte Auseinandersetzung mit der islamischen Religion und Tradition zu ermöglichen,

· innerislamische und gesellschaftliche Pluralität aufzugreifen und für deren Bedeutung und Wert zu sensibilisieren,

· den Schülerinnen und Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum im Hinblick auf die islamische Glaubenspraxis, die eng mit der Gemeinschaft der Muslime verknüpft ist, bewusst zu machen,

· zur Entwicklung von Gestaltungskompetenz Perspektiven für Verständigungsbereitschaft, Offenheit, Toleranz und Respekt zwischen Menschen und Gesellschaften mit verschiedenen Religionen und Weltanschauungen zu eröffnen.

Die SchülerInnen werden somit auf dem Weg ihrer religiösen Identitätsentwicklung begleitet. Dabei versteht er diesen Entwicklungsprozess als individuellen und selbstreflexiven Prozess, aber auch als Öffnung zu den Mitmenschen mit anderen Religionen und Weltanschauungen sowie als Stärkung der Dialogbereitschaft, Dialogfähigkeit und Toleranz. Es sind zu jeder Zeit auch SchülerInnen herzlich Willkommen, die dem Islam nicht angehören.

Dokumente

Curriculum Islamischer Religionsunterricht